Verbraucher bei Lampen nicht verunsichern

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Nun heißt es endgültig Abschied nehmen von der klassischen Glühbirne: Die vierte und letzte Stufe der EU-Verordnung, die seit 2009 schrittweise alle Energiefresser unter den Leuchtmitteln verbannt, tritt in Kraft. Vom 1. September an gilt ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für alle Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt. Die geringste gängige Stärke für Haushaltslampen ist 25 Watt. Die Varianten mit 60, 75 und 100 Watt sind bereits in den vergangenen Jahren ausgemustert worden.

 

Auch der ZVEI hat beobachtet, dass im Vorfeld der aktuell vollzogenen Stufe des so genannten „Glühlampenverbots“ wieder Meldungen aufgetaucht sind, welche die Energiesparlampe als umweltschädlich und gesundheitsgefährdend darstellen. „Die Verbraucher werden damit verunsichert“, sagt der ZVEI. Es werde indirekt nahelegt, die ‚gute alte Glühbirne‘ zu horten.

Stiftung Warentest hat 20 energiesparende Lampen in Kerzenform mit E14-Schraubsockel getestet© Stiftung Warentest

 

Genügend zeitgemäße Alternativen

 

Als energieeffiziente Alternativen zur herkömmlichen Glühlampe stehen dem Verbraucher Halogen-, Energiespar- oder LED-Lampen zur Verfügung. Die „Energiesparlampe“ (Kompaktleuchtstofflampe) hat derzeit den größten Marktanteil, wird aber keineswegs von der EU oder von deutschen Behörden vorgeschrieben.

 

Kritiker der Energiesparlampen beanstanden, dass die auf der Verpackung angegebenen Werte nicht eingehalten würden. Der ZVEI sagt dazu: „Unabhängige Experten haben das – beispielsweise im Auftrag der Stiftung Warentest – überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass Qualitätslampen die versprochenen Leistungsdaten erreichen.“ „Nicht alle zu Niedrigpreisen angebotenen Energiesparlampen sind aber in diesem Sinne Qualitätsprodukte“, gibt Waldorf zu bedenken.

 

Auch die Warnungen der Energiesparlampen-Kritiker vor Gesundheitsbeeinträchtigungen erwiesen sich bei genauer Analyse als überzogen und irreführend, so Waldorf. Weder der notwendige geringe Gehalt an Quecksilber, noch die etwa im Gehäuse enthaltenen flüchtigen organischen Stoffe, noch das Magnetfeld oder das hochfrequente Flimmern konnten in neutralen Untersuchungen unabhängiger Institute oder vom Umweltbundesamt als gesundheitsgefährdend bestätigt werden.

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